Wärmeschutzglas

Vom Energie-Verschwender zum Energiespender

Einst war das Fenster nur eine Öffnung in der Wand, durch die Luft und Licht ins Gebäude gelangen sollten. Früher notdürftig mit Tierhäuten oder Stoffen bespannt, um widrigen Wetterbedingungen zu trotzen, kam Fensterglas erst ab dem 12. Jahrhundert verbreitet zum Einsatz. Einige Jahrhunderte später können Fenster aber noch viel mehr: Sie sind heutzutage High-Tech-Produkte und können die unterschiedlichsten Anforderungen erfüllen: von Energieeinsparung über Lärmschutz, Sonnenschutz, Sicherheit und Selbstreinigung bis hin zu außergewöhnlichem Design. 
Energieeinsparung und Energieeffizienz sind wesentliche Aspekte für Bauherren, Planer und Architekten - sowohl im Neubau als auch bei der Renovierung. Viele Verglasungen stammen noch aus den 1980er Jahren und erfüllen kaum mehr die aktuellen energetischen Standards. Die Folge: Im Sommer ist es zu heiß und im Winter zu kalt: Dies kann richtig teuer und außerdem ungemütlich werden. 
Fenster haben sich vom Energie-Verschwender zum Energiespender gewandelt. Die Wärmedämmung unterscheidet sich bei modernen Dreifachverglasungen kaum noch vom gut gedämmten Mauerwerk und ist um ein Fünf- bis Sechsfaches besser als bei Doppelverglasungen ohne Funktionsbeschichtung. Zudem sind unsere Isoliergläser wahre Multitalente, die den unterschiedlichsten Anforderungen und Wünschen von Bauherren, Architekten und Planern gerecht werden.

Ihre Vorteile auf einen Blick

Unsere vielseitige Produktfamilie ermöglicht eine optimale Abstimmung auf den Typ und die Lage Ihres Hauses. Nicht nur Ihre individuellen Wohnvorstellungen erfüllen sich - mit der richtigen Auswahl der Fensterverglasung sparen Sie zudem gleich mehrfach:
  • Heizkosten werden drastisch gesenkt, sodass sich die Umweltbelastung durch weniger CO2-Ausstoß
     verringert,
  • die Lärmbelästigung in den eigenen vier Wänden wird deutlich reduziert,
  • nicht nur Ihre Familie wird vor Verletzungen durch Glasbruch geschützt, auch Ihr Haus ist sicher
    vor ungebetenen Gästen,
  • es entsteht ein behagliches Wohnklima auch in Fensternähe,
  • eine zu hohe Aufheizung der Räume durch starke Sonneneinstrahlung wird verhindert und,
  •  der Reinigungsaufwand Ihrer Fenster wird spürbar gesenkt

Wärmeschutz mit Glas

Die von uns eingesetzte Isolierverglasung mit Wärmedämmung trägt zum Wohnkomfort bei. Dank hochwertiger Technologien reduziert unser Isolierglas die Wärmeverluste durch die Glasflächen erheblich. Aufgrund einer speziellen Beschichtung bleibt die Wärme in kalten Jahreszeiten im Raum und zusätzlich werden Sonnenstrahlen hineingelassen. Sie sparen Heizkosten und leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Die energiesparende Eigenschaft von Wärmedämmgläsern wird in erster Linie durch den Wärmedurchgang (den Ug-Wert) definiert.

Je niedriger der Ug-Wert ist, desto höher ist die wärmedämmende Wirkung der Verglasung.

Der Ug-Wert

Die Wärmedurchgangskoeffizienten Ug werden nach DIN EN 673 in Abhängigkeit des Emissionsgrades der Beschichtung und der Gasfüllung angegeben. Der Einfluss der Glasdicken ist in den meisten Fällen vernachlässigbar, sodass im Folgenden die Ug-Werte für Standardglasdicken angegeben werden.

Der Wärmedämmwert einer zweifach Verglasung beträgt Ug=1,1 W/m²K.
Eine weitere Verbesserung des Wärmedämmwertes erhält man beim Einsatz einer 3-fach-Verglasung. 
Je nach Bedarf können hier Verglasungen zwischen Ug= 0,7 bis zu Ug=0,5 W/m²K zum Einsatz kommen.

Thermisch verbesserte Abstandhalter ("Warme Kante")

Was ist die "Warme Kante"?
Isolierverglasungen werden im Randverbund mithilfe eines Abstandhalter-Profils "auf Abstand" gehalten. So entsteht der edelgas- oder luftgefüllte Scheibenzwischenraum, auf dem die Dämmwirkung der Verglasung beruht. Durch die Abstandhalter entsteht am Bauteil Fenster eine linienförmige Wärmebrücke von beachtlicher Länge: Über Metallprofile wird die Heizwärme mehr oder weniger ungebremst ins Freie geleitet, und das entlang des gesamten Übergangsbereichs von Glas zu Rahmen.
Das schlägt sich nicht nur in der Energiebilanz des Gebäudes nieder, sondern führt an der Glaskante auch zur Abkühlung der raumseitigen Oberflächentemperatur - die Kante wird kalt.
Sinkt die Oberflächentemperatur unter die Taupunkttemperatur der umgebenden Luft, fällt dort Tauwasser an - ein oft von Verbrauchern reklamierter Komfort- und Hygienemangel. 
Neben der Gesundheitsgefahr für die Bewohner können bei längerem Auftreten von Tauwasser Schäden an den Fensterrahmen entstehen.

Bedeutung

Durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) und die Normen und Regelwerke auf die sie verweist, kommt den thermisch verbesserten Abstandhalter eine besondere Bedeutung zu. Im Rahmen des Nachweisverfahrens der EnEV dürfen die wärmetechnischen Eigenschaften von Abstandhaltern berücksichtigt werden. Damit wird der Beitrag zur Energieeinsparung durch einen thermisch verbesserten Abstandhalter im offiziellen Nachweis honoriert. Die Verbesserung des Uw-Wertes des gesamten Fensters liegt typischerweise bei ca. 0,1 W/m²K. Durch die verbesserte Wärmedämmung im kritischen Übergangsbereich von Glas und Rahmen sind die raumseitigen Oberflächentemperaturen höher als bei Verwendung eines herkömmlichen Abstandhalters. Dadurch fällt dort weniger oder kein Kondensat an, das sich unter ungünstigen Bedingungen wie z.B. bei hoher Luftfeuchtigkeit immer an der kältesten Stelle bildet. Die Folge ist ein besseres optisches Erscheinungsbild und ungestörte Durchsicht. Bei Holzfensterrahmen wird zudem der schädigende Einfluss von Feuchtigkeit oder die Gefahr von Schimmelbildung verringert. Wir bieten Ihnen verschiedene Ausführungen dieses thermisch verbesserten Abstandhalters an z.B. Thermix, Swisspacer oder aus Edelstahl. Für nähere Informationen stehen Ihnen unsere Fachberater gern zu Verfügung

Vergleich mit "Warmer Kante" (links) und ohne (rechts)

Tauwasser an Fenstern entsteht bei niedrigen Temperaturen am Glasrand. 

Mit der "Warmen Kante" wird die Gefahr der Tauwasserbildung gegenüber der Verwendung von Abstandhaltern aus Aluminium deutlich reduziert.

Weitere Funktionswerte des Glases

Lichtdurchlässigkeit (TL)*
Die Angabe der Lichtdurchlässigkeit TL bezieht sich auf den Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes von 380 nm bis 780 nm und wird gewichtet mit der Helleempfindlichkeit des menschlichen Auges.

Gesamtenergiedurchlässigkeit (g)*
Die Gesamtenergiedurchlässigkeit g bezieht sich auf den Wellenlängenbereich von 300 nm bis 2500 nm. Sie ist die Summe aus der direkt hindurch gelassenen Strahlung und der sekundären Wärmeabgabe nach innen.

Die Verglasung Ug=1,1 W/m²K hat folgende Werte: g = 60% und TL = 80%

Diese Werte können von Änderungen im Scheibenaufbau, z.B. durch 3-fach-Verglasungen, höhere Schallschutzklassen oder Sicherheitsverglasung beeinflusst werden. Eine 3-fach-Verglasung mit Ug=0,7 W/m²K hat folgende Werte: g = 56 % und TL = 73 %.
*Angaben zu g- und TL-Werten können herstellerbedingt schwanken.