Ein neues Schaufenster lohnt sich

Schön, wenn man Räumlichkeiten gefunden hat, die perfekt zur eigenen Geschäftsidee passen. Schade nur, wenn man die Mietfläche nicht voll nutzen kann, weil es am großflächigen Schaufenster zugig und kalt ist. Hier hilft nur ein Austausch der alten Schaufensteranlage. Das erfordert zwar eine Investition, spart aber Heizkosten, macht das Ladenlokal besser nutzbar und rechnet sich in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Kaum zu glauben, aber nach Schätzungen des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) gibt es in Deutschland noch rund 50 Millionen Quadratmeter einfachverglaster Schaufensteranlagen. Sie sind häufig großflächig und ersetzen teilweise ganze Außenwände. Meist haben sie einen Metallrahmen und erreichen damit einen Uw-Wert von etwa 6,2 Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m2K). Zum Vergleich: heutige Schaufensteranlagen haben Uw-Werte von weniger als 1,3 W/m2K. Der Unterschied wird beim Thema Ölverbrauch überdeutlich. Die Faustformel lautet: Je 0,1 W/m2K spart man ca. 1,2 Liter Öl. So kommen jährlich rasch 2.000 bis 2.500 Liter Heizöl an Mehrverbrauch im Vergleich zu einer modernen Schaufensteranlage zusammen - bei zum Beispiel nur rund 40 Quadratmetern Schaufenster. Das sind bei einem aktuellen Ölpreis von 80 Euro für 100 Liter gut 2.000 Euro, die sich pro Jahr einsparen lassen. Die Investitionssumme beträgt bei der angesprochen Schaufensteranlage gut 12.000 bis 15.000 Euro. Damit liegt die Amortisationszeit bei weit unter zehn Jahren.

Viele weitere Vorteile durch neue Schaufenster
Alte Schaufenster besitzen oft Entwässerungsschlitze, um das innen entstehende Kondensat nach außen abzuleiten. Das hat die unangenehme Folge, dass dort auch kalte Luft in den Geschäftsraum eindringt. Noch schlimmer sei die Variante, bei der direkt unter der Schaufensteranlage eine Heizung mit Lüftungsschlitzen installiert ist. Diese sollen das Beschlagen der Scheiben verhindern, heizen aber gleichzeitig großzügig die Straße. Neue Schaufenster beseitigen diesen Mangel: Die Geschäftsräume gewinnen Gemütlichkeit und Nutzbarkeit hinzu und die modernere Optik lockt Kunden an. Direkt hinter dem Fenster ist es heute nicht mehr zugig, sondern angenehm warm. Dadurch ist der Platz im Bereich vor dem Fenster besser nutzbar. Es können zum Beispiel zusätzliche Arbeitsplätze eingerichtet werden und auch der Kunde fühlt sich besonders in der kalten Jahreszeit viel wohler im Geschäft. Dazu kommt ein verbesserter Schallschutz, der den Straßenlärm vom Innenraum abschirmt. Vergessen werden sollten außerdem auf keinen Fall die Themen Automation und Sicherheit. Sie können zum Beispiel in Form von automatisch öffnenden Oberlichtern zur Belüftung, mittels einer Alarmanlage mit Glasbruchmeldern oder durch individualisierbare Zugangsregelungen zur Eingangstür in Form von mechatronischen Schließzylindern oder Finger-Print-Systemen kostengünstig umgesetzt werden. Diese Zusatznutzen machen den Laden in Zukunft besser verkauf- oder vermietbar. Als Eigentümer sollte man außerdem immer an die Möglichkeit der Abschreibung von Investitionen und an die speziellen KfW-Förderprogramme denken - das spart weiteres bares Geld.
Der FRESAND-TIPP:
Pflanzenliebhaber sollten nicht auf Ammenmärchen hören!
Es gibt immer noch Zeitgenossen, die behaupten, dass hinter modernen Wärmedämmverglasungen - wie sie für heute übliche Schaufensteranlagen verwendet werden - Pflanzen nicht wachsen würden. Das gehört in den Bereich der Ammenmärchen. Einer grünen Oase im Ladenlokal steht nichts im Wege.